Betroffene berichten

Gudrun Bericht

Gern kannst du den Verlauf der Krankheit und meine langsame Genesung auf meiner Homepage verfolgen:

http://fibromyalgie-guaifenesintherapie.webnode.com/

Erfahrungsbericht Jutta - November 2017

Edith schreibt zu ihrem 10-jährigen Therapie Jubiläum:

Liebe Leser,

am 30.04.2007 begann ich mit der Guaifenesin-Therapie.

Als damals körperliches Wrack, von meinem Mann in die Therapie geradezu gedrängt, vertraute ich am 29.04.2007 meinem Tagebuch meinen "gegenwärtigen" Zustand an.

Hier ein Auszug:
Beim Aufwachen kaum beweglich; Zehen und Fußsohlen heute beschwerdefrei, ansonsten meistens vorhanden; Schmerzen in Knöchel, Schienbeinen, Kniekehlen, Oberschenkel; Bauchschmerzen, aufgeblähter, dicker Bauch; Verstopfung hoch drei; Schmerzen linke und rechte Seite bis unter die Arme; Aufgedunsene Finger, pelzig, wenig bis kein Gefühl; Ziehende Schmerzen in den Handflächen, Unterarmen, Ellbogen, Oberarmen; Krampf-Schmerzen in den Schultern, Nacken und Rücken; Kopfschmerzen in beiden Schläfen; Benommenheit; brennende Augen, Sehstörungen (verschwommenes Sehen), Ohrgeräusche und Druck in den Ohren; geschwollenes Gesicht; ausgeprägte Morgensteifheit (teilweise bis zu 3 ½ Stunden); Schweres Atmen, dumpfes, schweres, unregelmäßiges Herzklopfen, Herzrythmusstörungen, Druck auf der Brust; müde und ohne Kraft; große Blasenprobleme; kann nicht mehr alleine laufen, am Arm meines Mannes noch 5-10 Minuten; Schlafprobleme (ohne Hilfe geht es schon lange nicht mehr);

Keine Kraft zum normalen Leben, fühle mich täglich elender, bleischwere Beine, oft benebelt, Gleichgewichtsstörungen; ein Schmerzschub löst den anderen ab; Sprach- und Wortfindungsstörungen momentan im grünen Bereich.
Schmerzen sind unterschiedlich, von Krampf-Schmerzen über ziehende und pochende, und brennende Schmerzen.

Am 30.04.2007 Beginn der Guaifenesin-Einnahme 2 x 300 mg Pulver und gleichzeitig strenger Diät, die ich mit der Zeit auf 1.800 mg steigerte und bis heute meine Dosis ist.

Ab diesem Zeitpunkt kamen für mich keine Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine mehr in Frage. Ich habe mich anfangs auf Guaifenesin, Schmerz- und Schlafmittel konzentriert, bis ich mit der Zeit - wie unten beschrieben - die beiden letzteren Produkte ausgeschlichen hatte.

Die ersten Jahre mit Guaifenesin waren nicht einfach. Manche Tiefschläge sind über mich herein gebrochen. Durch die Unterstützung und Hilfe meiner Familie habe ich sie überstanden.

Einen regelmäßigen, 6-wöchigen Zyklus bekam ich ziemlich schnell. (Sechs Wochen total schlecht in Abwechslung mit zuerst guten Minuten, Stunden, Tage usw.) Achterbahnfahrt pur! Ich wünsche diese Jahre keinem Menschen.
Nach und nach durfte ich die Umkehrphase erleben und bekam Lebensqualität zurück.
Als ich nach 2 ½ Jahren meine Schmerzmittel ausschleichen konnte, fühlte ich mich wie neu geboren.
Besonders hartnäckig waren meine Schlafprobleme und die Verstopfung. Über 10 Jahre hinweg (lange bevor ich von Guaifenesin wusste) nahm ich täglich verschiedene, verschreibungspflichtige Schlafmittel und ich bin meinem damaligen Hausarzt heute noch dankbar, dass er mich nicht als hoffnungslosen Fall "abgeschmettert" hat.

Die Verstopfung war derart hartnäckig und ich musste - ebenfalls etliche Jahre - mindestens zwei mal pro Woche durch einen Einlauf nachhelfen. Meine Depressionen waren wohl die letzten Symptome, die ganz von alleine ausblieben. Die wurden gemäß der Umkehrphase immer weniger, um am Schluss - nämlich im Februar 2014 - dauerten sie nach einer "Erschöpfung" noch genau 48 Stunden.

Dann bekamen wir "unser" MC-Guaifenesin. Wenn ich bedenke, dass "Betroffene" ehrenamtlich sich dieser großen Herausforderung gestellt haben, kann ich stellvertretend für tausende Fibromyalgiker nur ein herzliches Dankeschön sagen.
Jedenfalls hat dieses MC auch mein Leben noch einmal bereichert, in dem man MC nur zwei mal pro Tag schluckt.
Ich gebe zu: Die Umstellung war bei mir recht heftig. Eine 1 zu 1 Umstellung hat mich umgehauen (Krampfschmerzen, Kraftlosigkeit, Sehstörungen). Sofort habe ich meine Dosis für eine Woche halbiert auf 2 x 450 mg MC. Danach nahm ich eine weitere Woche 1 x 900 mg und 1 x 450 mg MC, in der dritten Woche 2 x 900 mg MC. Ich hatte meine Dosis wieder erlangt und bin glücklich.
Die Powerfrau in meinem Leben hat sich zurückgemeldet. Das schönste Kompliment bekam ich von meinem Mann, der mir bescheinigte, dass er mich in 47 Jahren unserer Ehe noch nie so fit und kraftvoll erlebt habe.
Was ich jetzt mit 68 Jahren ehrenamtlich und beruflich noch leisten kann

Als wir jetzt im Frühjahr 2017 die neue Kartier-Technik von Dr. St. Amand kennen lernen durften, bekam ich bestätigt, dass mein Oberschenkel frei ist, doch sonst noch etliche Einlagerungen vorhanden sind.
Daher wollte ich - wie es Dr. St. Amand salopp ausdrückte - meiner Fibromyalgie nach 10 Jahren noch einen Schubs geben und habe auf 3 x 450 mg MC erhöht. Dies ist mir nicht so gut bekommen. Meine Kraftlosigkeit, teilweise heftige Bein-Schmerzen, Wassereinlagerungen und etliche andere Symptome kamen zurück. Das wollte ich mir einfach nicht mehr antun.
Ich reduzierte wieder auf meine alte Dosis 2 x 900 mg MC. Seither komme ich prächtig klar.

Meine Lebensqualität und Lebensfreude sind unbeschreiblich und ich bin je länger je mehr überzeugt, dass die Therapie ein Gottesgeschenk für uns in Deutschland ist.

Nebst Gott danke ich meinen Wegbegleiterinnen Dora, Gudrun und Brigitte für ihre Begleitung und Beratung auf meinem konsequenten Weg mit der Guaifenesin-Therapie.

Claudia Marek (Sekretärin von Dr. St. Amand und selbst betroffen von der Fibromyalgie) schreibt einen Brief an ihre Familie und erklärt was es bedeutet von der Fibromyalgie betroffen zu sein.

Hier findest du einige Berichte von Betroffenen aus Amerika. Wir durften mit deren Einverständnis die Berichte ins Deutsche übersetzen und veröffentlichen. Willst du mehr lesen, dann melde dich in der guaigroup http://community.lsoft.com/SCRIPTS/WA-LSOFTDONATIONS.EXE?RESET-COOKIE&X=647BF6182AA5723F11
an und gibt in die Suche "progress reports" ein. Dort findest du viele Erfahrungsberichte in englischer Sprache.

Möchtest du einen ausführlichen Bericht über deinen Verlauf schreiben, dann kannst du dich gern bei mir melden.

Ich würde mich freuen, wenn sich Betroffene die kartiert worden sind und ihre Dosis gefunden haben, bereit wären ihre Kartierung auf dieser Homepage zu veröffentlichen um anderen Betroffenen zu helfen. Die Kartierungen werden selbstverständlich anonymisiert.