Kartierung

Neu siehe Punkt 14 (unten)  -  Kartierungfehler / Beispiele und Originalkartierungen von Dr. St. Amand

1. Was bedeutet Kartieren?


"Kartieren" (evtl. unter palpieren bekannt) ist der von uns genutzte Begriff für die manuelle Untersuchung eines Patienten. Die Fibromyalgie-Betroffenen werden mit einem ganz bestimmten oberflächlichen Druck palpiert (berührt) und so können die Schwellungen und Verhärtungen der Fibromyalgie ertastet werden. Das Untersuchungswerkzeug beim Kartieren sind die Hände und durch einen angemessen flächigen Druck wird der Kartierer die krankhaften Veränderungen (Schwellungen und Verhärtungen) und das geschwollene Gewebe der Fibromyalgie ausfindig zu machen.
Die Befunde werden auf eine vorgefertigte Körperskizze eingezeichnet. Ein Arzt Namens Robert Froriep (aus dem Jahr 1843) ertastete in verschiedenen Körperregionen diese harten und geschwollenen Stellen. Diese Technik eignete sich Dr. St. Amand an. Einer der wichtigsten Muskeln hierbei ist der Quadriceps, der am Oberschenkel sitzt.
Diese Muskelabschnitte reinigen sich innerhalb des ersten Monats mit der richtigen Guaifenesin-Dosis vollständig, vorausgesetzt dass keine Salizylat-Blockade besteht.

Die Kartierung hilft uns bei der Dosisfindung und dokumentiert die Fortschritte der Heilung, bietet Erklärung für einige Symptome und zeigt Blockaden auf

Quelle Buch "Fibromyalgie von R. Paul St. Amand und Claudia Craig Marek" auf den Seiten 140 -143 / Seite 148-153 und Seite 171 ff. (2. Auflage)

2. FAQs: Kartierung

3. Wie lange braucht man, bis der Oberschenkel wieder einlagert ?

Wenn dein Kartierer dich korrekt kartiert, dann trifft folgendes zu: Du bekommst keine "Rückeinlagerung" im Oberschenkel, außer wenn Du für eine lange Zeit blockiert warst. Wenn dein Oberschenkel frei ist, bleibt er frei. Man wird kein Zurückkommen der Beulen sehen, es sei denn, dass etwas falsch ist und dann muss es für eine lange Zeit falsch sein.
Dr. St. Amand schreibt dazu: Die Menschen lagern nicht ein, wenn die Dosis zu hoch ist.
Der linke Oberschenkel wird nicht wieder involviert es sei denn, jemand blockiert oder hat die Medikamente für drei bis vier Monate abgesetzt.

Gebrauche die Kartierung als ein Hilfsmittel.
Wenn du zyklierst und dich besser fühlst, ist das das Ziel !!!

4. Kartierung und Oberschenkel

Der Oberschenkel nimmt bei der Kartierung eine Sonderrolle ein. Die Information darüber kannst du dir gern ausdrucken.


Unter dem Link findest du Kartierer       https://www.guaifenesin.de/aerzte-und-therapeuten.html
Über die Qualität der Kartierer kann ich keinerlei Angaben machen (werde häufig danach gefragt), aber man sollte auch hier eine gesunde Skepsis bei Wahl der Kartierer walten lassen.
Deutschland ist leider im Moment (2019) noch das Land der Hochdosierer und Dr. St. Amand fassungslos darüber.

Meine Erachtens sollte ein Kartierer bevor er Betroffene kartiert intellektuell in der Lage sein die Information erfolgreich zu verarbeiten. Ohne Wissen über die Guaifenesintherapie und deren Zusammenhänge ist meines Erachtens keiner dazu in der Lage. Diese Wahrnehmungen der Schwellungen und Verhärtungen der Fibromyalgie muss mit sachkundigem Verstand interpretiert werden, da sich darauf die Einnahme der Guaifeinesindosis aufbaut.
Die meisten Betroffenen (auch in Amerika) werden nicht kartiert und finden ohne Kartierung ihre Dosis. Merkt euch, bei welcher Dosis ihr eure Symptomverschlechterung hattet und führt ein Schmerztagebuch.
Informationen zur Dosisfindung kannst du im Buch (3. Auflage) ab Seite 179 ausführlich lesen und auf meiner Homepage unter "Dosierung".

Bei der Dosierung sollte man seinen klaren Menschenverstand einschalten und merke:
Bei 600 mg MC-Guaifenesin zweimal täglich (1200 mg) haben 80% und bei 1800 mg MC-Guaifenesin pro Tag 91% ihre Dosis erreicht. Nur 5% liegen über 2.400 mg MC-Guaifenesin. Hütet euch davor die Dosis zu schnell zu erhöhen.

6. Peroneusmuskel

Auf der Seite 210 der 3. überarbeiteten Auflage "Fibromyalgie...." hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Die meisten werden es nicht merken, aber die Kartierer könnten darüber "stolpern". Es ist nicht der rechte, sondern der linke Peroneusmuskel der meist stärker betroffen ist. Es wurde in der englischen Fassung falsch geschrieben. In der Kartierungs-DVD von Dr. St. Amand ist es richtig. Dort spricht Dr. St. Amand von der linken Seite und daher habe ich nochmal bei ihm nachgefragt.
"Der Peroneusmuskel befindet sich an der Außenseite des Unterschenkels; er beginnt am äußeren Knie und geht bis zum Fuß herunter. Er windet sich um das Fußgelenk und verbindet sich mit einem anderen Muskel, um das Fußgelenk und verbindet sich mit einem anderen Muskel, um eine Sehne zu bilden, die sich in die Decke des Fußgewölbes einhakt. Der linke ist bei der Fibromyalgie fast immer stärker betroffen als der rechte. Beide schwellen gerade unterhalb des Fußgelenkes sichtlich und verleiten alle zur Annahme, dass Wasser eingelagert sei. Die Fußsohle ist in den meisten Fällen betroffen. Ausnahmslos sagen die Ärzte, dass der Schmerz von den "Plantar fasciitis", also vom Plattfuß stammt, wo er doch in Wirklichkeit von einer geschwollenen Sehne herkommt......" (Seite 210 überarbeitete 3. Auflage)

Wer noch mehr über die "angeschwollenen Fußgelenke" wissen möchte, kann gern in dem nachfolgenden Link nachlesen, denn dieses Problem haben meines Erachtens (fast) alle Fibros. Gern können sich Interessierte diesen Muskel anschauen und Betroffene werden ihre Schmerzen besser verstehen.

7. Video - Kartierung mit Dr. St. Amand aus dem Jahr 2018

Eine Betroffene stellte ihre Kartierung mit Dr. St. Amand auf YouTube. Man sieht zwar nicht zu viel von der Kartierung, aber den einen oder anderen wird es evtl. interessieren https://www.youtube.com/watch?v=dkVKIJFIdzU

Ab ca. der 9.Min 30 Sek. kann man den "Fortschritt" anhand von 3 Kartierungen sehen. Die Betroffene nimmt 1.200 mg Langzeitguai (bei dieser Dosis ist der OS frei!) und Dr. Amand rät ihr, auf 1.800 mg Langzeitguai zu erhöhen (um schneller auszuschwemmen), ABER wenn es zu viel ist, sollte sie auf 1.500 mg zurück gehen. Sie soll früh mehr Guai (1.200 mg) nehmen, da sie sich bei mehr Schmerzen bewegen kann und am Abend weniger (600mg) , damit sie Nachts schlafen kann..... Wir haben also gut von Dr. St. Amand gelernt.

Ihr seht also, Fibromyalgie ist keine Krankheit die man sich einbildet.
Sie ist tastbar/fühlbar, also REAL!!!

Durch das Guaifenesin gehen diese Verhärtungen/Schwellungen der Fibromyalgie langsam weg und den Betroffenen geht es besser und die Schmerzen verschwinden.

Ärzte könnten über die Kartierung eine Diagnose stellen.
Sollten Ärzte von der Krankheit betroffen sein oder Ärzte in Mitteldeutschland Interesse an der Kartierung zur Unterstützung der Diagnosestellung haben, können sie mich gern anschreiben.

8. In welchen Zeitabständen sollen wir uns kartieren lassen

Wir lassen uns vor der ersten Einnahme von Guaifenesin kartieren. Dann beginnen wir mit den Behandlungsplan von Dr. St. Amand. Nach 4 Wochen erfolgt eine weitere Kartierung.
Wenn der linke Oberschenkel nicht gereinigt ist, wird in dieser Sitzung eine Erhöhung der Dosis besprochen und der Patient erhöht seine Dosis entsprechend. Wenn euer linker Oberschenkel gereinigt ist, dann steht eure Dosis fest und es besteht keine Eile für eine weitere Kartierung.

Wenn euer linker Oberschenkel nicht frei ist, wird so lange aller 4 Wochen kartiert und die Dosis erhöht bis sich der Oberschenkel gereinigt hat. Wird die richtige Dosis bestätigt, variieren die Intervalle.
Einige möchten eine Bestätigung des Fortschritts, andere sind überzeugt, dass es ohne Blockierung voran geht und möchten sich erst in 3 oder 4 Monaten wieder kartieren lassen.
Manche möchten nur einmal im Jahr kartiert werden. Das entscheidet jeder für sich.

9. WARUM das Guaifenesin zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Bereichen wirkt

Frage: "Wissen wir eigentlich, WARUM das Guaifenesin zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Bereichen wirkt? Warum habe ich beispielsweise einen Monat lang starke Ausschwemmungserscheinungen im Nacken,
dann wechseln sie plötzlich für ein paar Wochen zur Reinigung der Nasennebenhöhlen und grippeähnlichen Schmerzen und dann wieder zurück zum Nacken und so weiter? Woher scheint das Medikament zu wissen, dass es dieselben Bereiche immer und immer wieder angehen und dann zu neuen Bereichen wechseln muss? So wie bestimmtes Gewebe anfälliger für die Ausbildung von Fibromyalgie ist, so ist anderes Gewebe resistenter.
Aus diesem Grund gibt es eine Art Hackordnung, die bestimmt, welches Gewebe zuerst von Fibro befallen wird, welches als nächstes und welches zuletzt an der Reihe ist. Deshalb reden wir von dem Prinzip "Was zuerst einlagert, schwemmt zuletzt aus".
Antwort: "Dieses Prinzip stimmt in den meisten Fällen, mit Ausnahme des linken Oberschenkels, welcher aus dem Rahmen fällt. Folglich hat manches Gewebe viel längere Zeit-Ablagerungen angehäuft als anderes. Es gibt möglicherweise Gewebe mit mehreren Ablagerungsschichten und Ablagerungen von größerer Tiefe und größerer Dichte, Gewebe, das länger in den Ablagerungsprozess involviert war und demnach nur widerwillig ausschwemmt.
Es wird sogar noch komplizierter aufgrund der Möglichkeit, dass manches Gewebe weitaus mehr Mitochondrien verloren hat als darüber liegende, weniger oder erst neuerlich betroffene Bereiche. Demnach reinigen sich manche Körperbereiche schnell und möglicherweise in einem großen Schub, während andere aufgrund ihres Energiemangels nur Schicht für Schicht abbauen werden.
Das Guaifenesin wird also anscheinend einen Bereich angehen, dann davon abweichen und sich Bereichen zuwenden,
die eher bereit für eine Reinigung sind. Des Weiteren können unsere Nieren nur eine bestimmte Menge auf einmal ausscheiden. Andernfalls hätten wir das ganze Problem nicht.
Das Blut wiederum wird nur eine limitierte Menge des Phosphates aus den Zellen aufnehmen, und zwar je nach sofortiger Verfügbarkeit. Das Blut würde demnach eine gleichbleibende Menge Phosphat transportieren. Doch während es die betroffenen Bereiche durchfließt, trifft es nur auf jene Ablagerungen, die weit genug an der Oberfläche sind, um weggewaschen zu werden.
Und dann: Die guten Enzyme, Zytochromen, Rezeptoren und Kanäle, alle ausgestattet mit unterschiedlichen
Anweisungen von völlig verschiedenen Genen - damit weichen wir zu weit vom Thema ab.
Manche Bereiche in den Sehen und Bändern haben eine sehr ärmliche Blutversorgung. Diese sind wiederum verbunden mit Gewebe, welches ebenfalls über eine schlechte Blutversorgung verfügt. Diese Bereiche schwemmen am langsamsten aus. Aber manche von ihnen werden früher damit beginnen als andere.
Klingt das verwirrend? Natürlich! Erinnert euch bitte daran, dass wir hier einen sehr komplexen Organismus behandeln - und zwar auf einer vollkommen theoretischen Grundlage."
R. Paul St. Amand, M.D.

10. "Die Letzten, die ausschwemmen"

"Wir glauben, dass der Nacken oft zu jenen Bereichen gehört, welche als letzte ausschwemmen.
Das trifft besonders auf die linke Seite, die Oberseite der linken Schulter und auf den Bereich unter dem Schulterblatt zu.
Die rechte Seite reinigt sich nur ein wenig früher. Es handelt sich hierbei um jene Bereiche, welche als erstes bei Kindern mit Fibromyalgie betroffen sind. Demnach sind sie auch immer präsent in erwachsenen Patienten. "Was zuerst einlagert, schwemmt zuletzt aus." In den besagten Bereichen finden normalerweise dieselben Zyklen statt wie in allen anderen Bereichen, und zwar mit guten und schlechten Tagen. Im Laufe der Zeit werden tiefer angelegte Ablagerungen (wenn vorhanden) auch tiefere Schmerzen verursachen.
Aber mit der Zeit werden die Ausschwemmungserscheinungen weitaus selektiver und nicht mehr so großflächig.
Auf diese Weise wird das ganze einfacher zu tolerieren, und zwar mit weniger und dafür allgemeineren Ganzkörpererscheinungen."
R. Paul St. Amand, M.D.

Hier findest du eine Kartierungsvorlage die du dir gern runterladen kannst

11.Beispiel einer Betroffenen die von Dr. St. Amand kartiert wurde

Hier ein Beispiel einer Betroffenen die von Dr. St. Amand kartiert wurde. Eine Betroffene ließ mir freundlicherweise ihre beiden Kartierungen von Dr. St. Amand zukommen und ich darf diese zusammen mit ihrem Bild aus der Praxis von Dr. St. Amand hier einstellen. Sie war 2015 bei Dr. St. Amand. Zuvor nahm sie schon einige Jahre das Guaifenesin.
Leider war der Oberschenkel noch nicht ausgeschwemmt/gereinigt.
Sie erhöhte ihre Dosis auf 2.250 MC-Guaifenesin (5 Kapseln 450er MC). Theoretisch geht man nach vier Wochen wieder zum Kartieren, was aber bei ihr nicht möglich war.
Im Jahr 2017 war sie wieder in Los Angeles und wurde erneut von Dr. St. Amand kartiert und ihr Oberschenkel war mit dieser Dosis gereinigt. In seiner Praxis bekam sie von Dr. St.Amand den Rat, ihre Dosis auf 6 Kapseln 450er MC-Guai und + 3 mal 300 mg Pulver Guaifenesin (insgesamt 3.600 mg) zu erhöhen.
Sie kam nach einigen heftigen Tagen mit dieser Dosis gut zurecht und spürte, dass sich wieder etwas im Körper tat. Dr. St. Amand möchte den Betroffenen den letzten "Kick" geben um vollständig zu reinigen.
Dies empfiehlt Dr. St. Amand, damit sich ganz zum Schluss die Sehnen und Bänder reinigen. Allerdings gibt er erst ganz zum Schluss noch einmal etwas Guaifenesin dazu, ERST, nachdem sich die Muskeln gereinigt haben!

Wenn die Betroffenen dann eine wünschenswerte Gesundungsebene erreicht haben, gehen sie auf die Dosis zurück bei welcher sich der Oberschenkel gereinigt hat. In diesem Beispiel wird die Betroffene evtl. 1-2 Jahre die höhere Dosis nehmen und dann auf 2.250 mg MC-Guaifenesin zurück gehen.

Dr. St. Amand in seiner Praxis mit einer Patientin

Kartierung 2015 - Der linke Oberschenkel ist noch nicht frei

Kartierung 2017 - Der linke Oberschenkel ist frei

12. Ich bin nicht kartiert / Symptomtagebuch schreiben!

13. Farbstoffe lila, grün und blau

Du kommst in der Kartierung nicht voran und bist nicht blockiert?

Farbstoffe in Tabletten, Kosmetikprodukten, Getränken, sowie Farbstoffe (kleine Kügelchen) im Waschpulver und Weichspüler können zu einer mangelnden Energieproduktion führen:
Dies weiß Dr. St. Amand erst sicher seit November 2018 und daher gab er Yvonne diese Information mit nach Deutschland. Es betrifft vor allem die Farben lila, grün und blau. Mit rotem Farbstoff hat er diese Erfahrung noch nicht gemacht. Bei Farbstoffen findet keine Blockierung auf Nierenebene, wie bei den Salicylaten statt. Es gibt Betroffene die anfällig für Farbstoffe sind. Dies führt zu eine mangelnden Energieproduktion und verhindert dadurch die Umkehr der Fibromyalgie.
Geratet jetzt aber nicht in Panik. Es betrifft nur Wenige und wer voran kommt, braucht darauf keine Rücksicht nehmen.
Betroffene die in der Kartierung nicht voran kommen, sollten einen Versuch starten, bevor sie ihre Dosis erhöhen.
Es gibt in allen Drogerien und Supermärkte Waschpulver ohne Farbstoffe und z.B. weißen Weichspüler.
Achtet darauf, dass beim Waschpulver ohne Farbstoffe darauf steht.
Hier die Farbennummer nach CI-Nummer bei Kosmetikprodukten:
CI 42051:
Acid Blue 3; Patent Blue V, CI 60730: ext. D & C Violet Nr. 2, CI 42090: FD & C Blue 1; D & C Blue 4, CI 77742: Manganviolett, CI 60725: D & C Violet Nr. 2, CI 77007: Ultramarin

Obwohl meine Oberschenkel frei sind, stellte ich meine Waschmittel trotzdem um, weil ich einen Tag vor der Information von Dr. St. Amand das Buch von Dr. Amy Myers "Die Schilddrüsenrevolution" las und sie schrieb, dass Farbstoffe den gesamten Hormonhaushalt durcheinander bringen können. Sehr viele Fibromyalgiker haben Hashimoto oder eine Unterfunktion der Schilddrüse.

14. Kartierungsfehler / Beispiele und Originalkartierungen von Dr. St. Amand

Die Kartierung ist wie ein Buch, welches man aufschlägt und worin man "lesen" kann.
Dafür braucht man natürlich das Wissen über die Therapie und deshalb hier noch einmal die Kartierungsregeln.

Zunächst werden euch anhand von drei fiktiv erstellter Kartierungen die Kartierungsfehler erklärt.
Die Regeln dazu, schreibe ich ohne weiteren Kommentar mit blauer Schrift.
Ich orientierte mich dabei an Originalkartierungen, bei denen diese Fehler leider (fast) immer wieder auftreten.
OS steht für Oberschenkel.

Werfen wir einen Blick auf unser 1. Beispiel:

Wichtig ist bei der Kartierung vor allem der linke Oberschenkel.

Die beiden Muskeln des linken Oberschenkels, der Vastus Laterlais und der Rectus Femoris müssen IMMER betroffen sein!

Der linke Oberschenkel bei einem Erwachsenen hat in der Regel sechs Bereiche (evtl. auch 4 bis 7 Bündel), die genug geschwollen sind, dass die Finger steigen und fallen, wenn sie auf der Vorderseite runter streichen. Der rechte Oberschenkel hat in der Regel zwei bis drei Bereiche.
Der linke äußere Oberschenkel (der Vastus lateralis Muskel) hat ein oder zwei getrennte verkrampfte Bereiche (ziemlich fest), die bei den meisten Fibromyalgiepatienten auch sehr empfindlich sind.

Hier wurden die zwei Muskeln des OS kartiert und das wäre in der 1. Kartierung einigermaßen korrekt. Ich würde über die Länge des Muskels Vastus Lateralis stolpern, denn eigentlich ist er von oben bis unten geschwollen oder es sind 2 (meist ein sehr langer und ein kurzer) oder selten sogar 3 Schwellungen zu tasten. Das soll hier in dem Beispiel aber nicht weiter von Bedeutung sein. Nun schauen wir uns die Oberschenkel der 2. bis 4. Kartierung an.

Bei der korrekten Dosierung von Guaifenesin sollte bei allen Patienten nach drei Wochen beide Oberschenkel vollständig gereinigt sein. Es ist immer eine 100%-ige Reinigung und nicht nur ein paar Stellen auf einmal!

Was sehen wir? Der linke OS der 2. Kartierung, der Rectus Femoris weist 5 Bubbel auf und der Vastus lateralis ist frei.
Das ist nicht möglich!

In der 3. Oberschenkelkartierung ist auf einmal der der Vastus Lateralis wieder geschwollen und weist zwei krampfhafte Bereiche auf? Geht also nicht.

In der 4. Kartierung ist der Vastus Lateralis wieder frei, aber der Rectus Femoris nicht.

Ihr seht also an diesem Beispiel und den 4 Kartierungen, dass die beiden OS nicht richtig kartiert wurden.

Nun schauen wir auf das "Zusammenspiel" Rücken und Oberschenkel". Ihr wisst ja, dass der OS eine Sonderrolle einnimmt.
Zuerst schwemmt IMMER der linke Oberschenkel aus (oder beide Oberschenkel wenn sie betroffen sind). Es kann also keine Verbesserungen in der Körperkarte geben, wenn der/die Oberschenkel noch nicht vollständig gereinigt sind.

In der 2. Kartierung seht ihr, dass sich der Rücken gereinigt hat und die Betroffene eigentlich bei 1.800 mg frei sein müsste, aber die Erhöhung immer weiter voran getrieben wird. Der Betroffenen wurde gesagt, dass sie nicht frei ist.
Warum??? Ich kann es euch leider nicht sagen.

Hier liegen also eindeutig Kartierungsfehler vor und die Betroffene wird einfach überdosiert, weil der Kartierer die Kartierungsregeln einfach nicht anwendet.

Anders wäre es, wenn die Betroffene gesagt bekommt, dass sie bei 1.800 mg frei ist, aber höher dosieren kann, damit sie schneller ausschwemmt.

Allerdings sehe ich das etwas skeptisch, denn die meisten Betroffenen haben erst einmal ihre Mühe die Symptomverschlechterung/Erstverschlechterung zu verkraften.

Aus der Erfahrung heraus würde ich eine zeitlang bei der Dosis bleiben bei der der OS ausschwemmt und evtl. später höher gehen, aber das muss jeder für sich entscheiden und soll hier nicht Thema sein.
Was ich bei fast jeder Kartierung vermisse, ist der Peroneosmuskel. Ich weiß nicht, warum dieser keine Beachtung findet. Dr. St. Amand weist darauf hin und dieser ist auch sehr gut zu tasten.

Zum Schluss betrachten wir immer Ellbogen, Hüften und den Nacken, denn diese Körperteile lagern als erstes ein und schwemmen daher in der Regel zum Schluss aus.

Ich habe bei Dr. St. Amand noch nie eine Kartierung gesehen die völlig frei war. In der Regel findet man Punkte am Nacken, den Ellenbogen und an der Hüfte.

Ihr seht in dem Beispiel 1, dass die Betroffene leider überdosiert wurde. Der Betroffenen wurde geraten immer weiter zu erhöhen, weil der Oberschenkel nicht frei ist und so sehe ich, dass viele Betroffenen die täglich 4000 mg und oft noch viel mehr Guaifenesin "schlucken" und unglücklich sind, dass sich der Oberschenkel angeblich nicht reinigt.
Meist bekommen die Betroffenen irgendwann gesagt, dass das Cytochromsystem aktiv wäre und dadurch kein Vorankommen möglich sei.

Ihr seht aber, dass hier nicht das Cytochromsystem involviert ist, sondern wirkliche richtige Kartierungsfehler vorliegen.
Ihnen wird dann fälschlicherweise noch geraten das MC - Guaifenesin auf Guaifenesinpulver umzustellen wegen des Cytochromsystems. Das ganze geschieht meist ohne Guaifenesinpause. Guaifenesinpulver verschlechtert aber die Lage der Betroffenen noch mehr, weil das Pulver viel stärker wirkt und noch mehr Schmerzen verursacht.

Leider sehe ich genau diese Fehler in ganz vielen Kartierungen.

Schaut euch eure Kartierung an. Ist es bei euch so und wie geht es euch?

Ich beobachte, dass sich der Rücken in den meisten Kartierungen zwischen 1.200 und 2.400 mg reinigt, aber der Oberschenkel angeblich erst bei 4.000 mg - 6.000 mg (und manchmal noch mehr) frei ist.
Das ist aber nicht möglich !
Zuerst schwemmt IMMER der linke Oberschenkel aus (oder beide Oberschenkel wenn sie betroffen sind).
Es kann also keine Verbesserungen in der Körperkarte geben, wenn der/die Oberschenkel noch nicht vollständig gereinigt sind.

Die Betroffenen reinigen sich, aber spüren es nicht, weil es für die Betroffenen durch die zu hohen Dosen keine Erfolge (oft nur Verschlechterungen) gibt und die meisten hören irgendwann auf, was ich sehr gut verstehen kann.

Merkt euch bitte: Ein Hochdosierer spürt in der Regel die Erhöhung nicht und ist daher immer eine Herausforderung. Hochdosiere reinigen sich ganz langsam.
Ihr seht in den Kartierungen, dass die Betroffene sich innerhalb weniger Monate reinigte und das ist bei einem Hochdosierer kaum möglich.

Vergesst nicht: Eure Erstverschlechterung/Symptomverstärkung könnte eure Dosis sein!

Beispiel 2

Wir betrachten die erste Kartierung und diese wäre für mich ok.
Der Peroneusmuskel spielt leider hier auch keine Rolle, aber wie ich bereits erwähnte, scheint er in den Kartierungen kaum von Bedeutung sein. Ich liebe diesen linken Peronesusmuskel, da er ja wirklich merklich geschwollener ist als der rechte (im Buch steht es andersrum, aber das ist falsch).

Der Betroffenen wird in dem Fall geraten, ihre Dosis auf 1.800 mg Guaifenesin zu erhöhen. Das ist so in Ordnung.
Obwohl der OS in der 2. Kartierung frei und der Körper sich reinigte, wurde ihr geraten die Dosis zu erhöhen. Wenn die Betroffene dadurch schneller ausschwemmt und die Dosis tolerieren kann, ist das in Ordnung.

Nun werfen wir einen genaueren Blick auf die Oberschenkel. Der linke (also 1. Kartierung) ist ok, in der 2. Kartierung ist er frei und in der 3. Kartierung wieder voll? Aus 6 Bubbel in der 1. Kartierung werden 5 Bubbel.
Zum anderen ist der linke Vastus Lateralis in der 3. Kartierung nicht durchgehend geschwollen, sondern nur ein Teil. Das ist so nicht möglich.

Bei der korrekten Dosierung von Guaifenesin sollte bei allen Patienten nach drei Wochen beide Oberschenkel vollständig gereinigt sein. Es ist immer eine 100%-ige Reinigung und nicht nur ein paar Stellen auf einmal!

So können auch nicht auf einmal ein paar Stellen zurück kommen.

Den Fehler erkennt man auch, wenn man sich die Ganzkörperkartierungen anschaut. Der Rücken hat mit der Ausschwemmung angefangen, also muss der Oberschenkel frei sein. Das ist bei der 2. Kartierung korrekt.

In der 3. Kartierung hat sich der Rücken weiter gereinigt.

Der erste Ort an dem die "Bubbel" zurückkehren ist nicht der Oberschenkel, sondern zwischen den Schulterblättern lagert man als erstes wieder ein und dann erst am Oberschenkel.

Also ist es in dem Beispiel überhaupt nicht möglich, dass die Betroffene wieder eingelagert hat.
Der Betroffenen wird geraten die Dosis nach der 3. Kartierung weiter zu erhöhen...

Als Kartierer MUSS man fühlen lernen, ob die Muskeln/Sehnen/Bänder wirklich geschwollen sind oder nicht.
Man muss die Bündel am Rectus Femoris wirklich fühlen und darf nicht in andere Muskel greifen, was sehr schnell passieren kann, wenn man keine Erfahrung hat oder den Muskel nicht perfekt palpiert/kartiert.

Das ist ein Lernprozess und wenn man die Kartierungsregeln kennt weiß man, dass der Oberschenkel frei sein muss, wenn sich der Rücken bereits gereinigt hat.

Wer die Kartierungsregeln nicht kennt, sollte meines Erachtens nicht kartieren.

Entschuldigt, aber für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass Kartierer bei hohen Dosen nie die Fehler in der eigenen Kartierung suchen.

Beispiel 3

Schauen wir uns nun gemeinsam die Kartierungen des 3. Beispiels an.
Bei der 1. Kartierung nahm die Betroffene bereits 2.400 mg. Fast alle Betroffene haben bei dieser Dosis einen freien Oberschenkel.

Schauen wir auf den Oberschenkel der 1. Kartierung. Er weist am Lastus Vaterlis keine lange Schwellung auf, sondern nur oben angeblich eine kleine. Das ist nicht möglich, denn hier ist immer eine lange Schwellung zu fühlen oder eine lange und zum Knie hin noch eine kleinere Schwellung.

Der linke Oberschenkel bei einem Erwachsenen hat in der Regel sechs Bereiche (evtl. auch 4 bis 7 Bündel), die genug geschwollen sind, dass die Finger steigen und fallen, wenn sie auf der Vorderseite runter streichen. Der rechte Oberschenkel hat in der Regel zwei bis drei Bereiche. Der linke äußere Oberschenkel (der Vastus Lateralis Muskel) hat ein oder zwei getrennte verkrampfte Bereiche (ziemlich fest), die bei den meisten Fibromyalgiepatienten auch sehr empfindlich sind.

Die Betroffene sollte nun die Dosis erhöhen. Wenn eine Kartiererin neu ist, traut sie sich ganz schön was zu und das wäre für mich SEHR bedenklich. Der Oberschenkel ist nicht richtig kartiert und wenn die Betroffene bereits eine Erstverschlechterung hatte, wäre ich bei der Dosierung mit einer Erhöhung sehr vorsichtig. 95% Prozent haben bereits bei 2.400 mg ihre Dosis erreicht.
Nun werfen wir einen Blick auf die 2. Kartierung. Die Dosis liegt nun schon bei 3.600 mg.
Der Rücken hat sich gereinigt und folglich MUSS der Oberschenkel frei sein.

Schauen wir uns nun die 2. Kartierung des linken Oberschenkels an, dann sehen wir, dass eine Veränderung stattfand, aber es kann nicht sein, dass sich die Bündel am Rectus Femoris teilen. Die Schwellung am Vastus Lateralis findet man auf einmal weiter unten.
"Es ist immer eine 100%-ige Reinigung und nicht nur ein paar Stellen auf einmal!"
Also ist auch diese Kartierung falsch, aber der Betroffene wird geraten die Dosis weiter zu erhöhen.

In der 3. Kartierung sieht man, dass es zur Erhöhung zwei Vorschläge gibt. Wir erinnern uns an den Dosierungsplan:
"Man erhöht immer nur um 600 mg MC-Guaifenesin damit das Cytochromsystem nicht aktiviert wird".
Hier in diesem Beispiel wird aber dazu geraten die Dosierung um 1.200 mg MC-Guaifenesin zu erhöhen.
Das ist nun schon der 3. Fehler der sich hier eingeschlichen hat und die Betroffene die erhöht, ist zu bedauern, denn sie hat immer mehr Schmerzen und hofft...
Wir bleiben bei der dritten Kartierung. Der Körper hat sich weiter wunderbar gereinigt. Die Stellen an den Hüften und Ellenbogen werden größer. Wir wissen, dass sich zum Schluss Ellenbogen, Hüften und Nacken reinigen.
Das wäre für mich in der Kartierung so ok, denn an manchen Tag zeichnet man etwas stärker oder mal weniger ein. Damit kann ich gut leben und ist nicht weiter von Bedeutung. Man sieht, dass diese Körperteile noch nicht vollständig ausgeschwemmt sind und das ist wichtig und richtig.

Nun schauen wir auf den Oberschenkel dieser 3. Kartierung. Dieser ist diesmal sogar frei. Den Bubbel den man hier sieht, hat jeder Mensch. Das habe ich in der Kartiererschulung gelernt. Dr. St. Amand machte darauf aufmerksam.

Nun wird aber hier wieder erhöht und ich verstehe die Gründe absolut nicht.
Die Betroffene nimmt nach der
3. Kartierung sage und schreibe 4.800 mg Guaifenesin und ihr geht es echt schlecht.

In der 4. Kartierung sieht man, dass sich der Körper sogar noch weiter gereinigt hat, aber der Oberschenkel wieder eingelagert hat.
Du bekommst keine "Rückeinlagerung" im Oberschenkel, außer wenn Du für eine lange Zeit
(ca. 3-4 Monate) blockiert warst oder mit Guaifenesin aufgehört hast. Wenn dein Oberschenkel frei ist, bleibt er frei!
Der erste Ort an dem die "Bubbel" zurückkehren ist nicht der Oberschenkel ist, sondern zwischen den Schulterblättern lagert man als erstes wieder ein und dann erst am Oberschenkel.

Es kann also nicht sein, dass der OS wieder eingelagert hat. Es ist tragisch, dass diese Kartiererin keine Regeln kennt und völlig falsch kartiert.
Die Betroffene die eine ähnliche Kartierung hatte, konnte bei der Dosis nicht mehr, die Haut spannt und alles schmerzte nur noch. Sie hörte mit Guaifenesin auf, was ich gut verstehen kann. Sie wird nie wieder mit Guaifenesin anfangen und das alles hat sie der falschen Kartierung zu "verdanken".

Hinweis: Betroffene die sehr hohe Dosen nehmen und aufhören mit Guaifenesin oder die Dosis senken können oft monatelang Probleme haben bis es ihnen wieder besser geht.

Ich denke, dass ich nun mal mit den drei Kartierungsbeispielen gezeigt habe, welche Fehler in der Kartierung auftreten können, wenn die Kartierer die Regeln nicht kennen. Vielleicht hilft das den einen oder anderen weiter seine Dosis selbst zu finden.

Wo fängt Selbsthilfe an und wo hört sie auf?
Wo holen sich die Kartierer ihre Informationen her?
Welche Informationen werden bewusst ignoriert ?

Kartierungen von Dr. St. Amand

Damit jeder die Kartierung nachvollziehen kann, schauen wir uns jetzt eine Originalkartierung von Dr. St. Amand an: https://www.youtube.com/watch?v=dkVKIJFIdzU

Ich habe die Kartierungen abgezeichnet damit ihr alles ganz genau nachvollziehen könnt.

In der 1. Kartierung ist alles eindeutig. Der linke OS hat am Vastus Lateralis eine lange Schwellung, welche man sehr gut fühlen kann.  Am linken Rectus Femoris hat die Betroffene 6 Bündel. Am rechten Rectus Femoris siehst du drei Bubbel. Den rechten Vastus Laterilas erwähnt Dr. St. Amand selten und zeichnet ihn auch selten ein. Er hat kaum Bedeutung für ihn/uns.
In der 2. Kartierung sind beide OS frei und andere Körperteile haben sich auch gereinigt.
Die Betroffene nimmt 1.200 mg Langzeitguaifenesin . Dr. Amand rät ihr nach der 3. Kartierung ihre Dosis auf 1.800 mg Langzeitguai zu erhöhen (um schneller auszuschwemmen), ABER wenn es zu viel ist, sollte sie auf 1.500 mg zurück gehen. Sie soll früh mehr Guai (1.200 mg) nehmen, da sie sich bei mehr Schmerzen bewegen kann und am Abend weniger (600mg) , damit sie Nachts schlafen kann.....

Leider sehe ich das Datum der Kartierungen nicht genau. Aber es liegen zwischen den Kartierungen mehrere Monate und genau so sollte es sein.
Nach 4 Wochen schwemmen beide OS zeitgleich aus. Vergeht eine länger Zeit (so 4-6 Monate) dann haben sich auch bereits andere Körperteile gereinigt. Zum Schluss Hüfte, Nacken und Ellenbogen.

Ihr seht also, dass was ich schreibe ist wirklich wahr. Ich bilde mir die Regeln nicht ein.
Jede Kartierungsregel ist von Dr. St. Amand und es kann in jeder Kartierung von ihm und uns nachvollzogen werden.

Es wäre schön, wenn auch noch andere Kartierer die Zusammenhänge begreifen und das Kartieren richtig lernen, damit es auch endlich mit den Dosen in Deutschland klappt.
Bevor man Spitzen und dumme Sprüche gegen mich postet, sollte man sich doch lieber mal hinsetzen und sich mit den Informationen und Regeln vertraut machen, seine Arbeit überdenken und seine Fehler analysieren.

Im Punkt 11 auf dieser Seite findest du die Kartierung einer Betroffenen von Dr. St. Amand  und diese schauen wir uns auch noch einmal gemeinsam an.

Der Oberschenkel ist in der 2. Kartierung frei. In der 2. Kartierung sieht man die Fortschritte. Der Körper reinigte sich bei einer Dosis von 2.250 mg MC-Guaifenesin.
Man könnte über den Rücken der 2. Kartierung stolpern, weil dieser auf der rechten Seite 5 Bubbel hat, also zwei mehr als in der 1. Kartierung. Dr. St. Amand zeichnet nie die Größe ein. Am Rücken teilen sich die Bubbel oft, werden kleiner und verschwinden später ganz.
Denke aber daran, dass eine Teilung am Oberschenkel nicht möglich ist, weil der OS eine Sonderrolle einnimmt.

Bei der korrekten Dosierung von Guaifenesin sollte bei allen Patienten nach drei Wochen beide Oberschenkel vollständig gereinigt sein. Es ist immer eine 100%-ige Reinigung und nicht nur ein paar Stellen auf einmal!
Dr. St. Amand schrieb einmal: "Es ist ein Alles oder -nicht-Gesetz."

Das MUSS ich als Kartierer wissen, denn ansonsten kommt es zu falschen Rückschlüssen und was passiert habt ihr ja in den Kartierungsbeispielen gesehen.

An den beiden Kartierung von Dr. St. Amand sieht man, dass sich die linke Seite des Rückens gereinigt hat, die Hüften sind besser, der Nacken besser und der Betroffenen ging es gut.
Ihr seht, dass zwischen den Kartierungen 18 Monate liegen und es wirklich länger dauern kann bis sich der Körper reinigt.
In dem Fall rät Dr. St. Amand im Jahr 2017 zu einer Erhöhung, damit sie noch besser ausschwemmt. Die Betroffene weiß aber, dass der OS frei ist und sie könnte später wieder auf die Dosis zurück gehen bei der der OS frei war.

Der Betroffenen mit der ich immer noch in Kontakt stehe, geht es wunderbar. Sie geht ihrer Arbeit nach und verreist gern.

Warum sollen wir dir glauben?

Zunächst wurde mir die Kartierung von Dora Maier gezeigt und ich bin ihr dafür dankbar. So bekam ich eine Vorstellung darüber.

Das war aber für mich nicht ausreichend und ich war unsicher. Durch die hohen Dosen die 2017 auf einmal alle Betroffene in meinem Umfeld hatten, konnte etwas bei der Kartierung nicht stimmen.

Ich selbst hatte bei 1.800 mg größte Erfolge und war während des Sommers in der Schmerzfreiheit und nahm für kurze Zeit das Dreifache an Guaifenesin und mir ging es immer schlechter.
Ich schreibe kaum darüber so offen damit keiner abgeschreckt wird, aber ich war bei 3 Kartierern die bei Dr. St. Amand waren und keiner hat meine Dosis gefunden. Das ist bedauerlich, denn bei 2 Kartieren habe ich viel Geld bezahlt. Früher war ich echt naiv und dachte, wer bei Dr. St. Amand war kann es. Heute weiß ich, dass dazu einfach mehr gehört.

Daher recherchierte im Jahr 2017/2018 immer weiter, denn die hohen Dosen von Betroffenen konnten nicht korrekt sein. Andere Betroffene die schon lange in der Schmerzfreiheit waren, wurden immer weiter hoch dosiert. Keiner (!) in meinem Umfeld hatte angeblich seine Dosis. Alle gingen wir höher, d.h. alle hatten über 4.000 mg und manche über 5.000 mg Guaifenesin. Solche hohen Dosen sind bei Dr. St. Amand nur höchst selten.
Anmerkung: Mittlerweile nehmen diese Betroffenen, mit denen ich in Kontakt stehe, alle zwischen 1.800 und 2.400 mg Guaifenesin und haben einen freien Oberschenkel. Es geht ihnen wieder gut.

Ich teilte meine Sorgen Dr. St. Amand mit und er verwies mich nochmal auf seine Dosen.
Seit 2015 haben wir ein gleichwertiges Guaifenesin wie die Amerikaner und daher mussten wir unsere Fehler in den Kartierungen suchen.
Etwas anderes war nicht möglich, denn durch die Salicylatsuchmaschine treten Blockierungen recht selten auf. Zum anderen sind die mit Hilfe von langjährigen Betroffenen die sich gut auskennen, schnell gelöst.

Aus diesem Grunde wurde von mir die gesamte Kartierung anders/neu aufgearbeitet.
Ich orientierte mich an der Kartierungs-DVD von Dr. St. Amand und dem Begleitschreiben dazu.
Kam ich nicht weiter oder war unsicher, fragte ich bei Dr. St. Amand nach und er antwortet mir mit einer unendlichen Geduld.

Ich machte Dora Maier immer wieder auf die zu hohen Dosen in Deutschland aufmerksam. Im April 2018 waren einige Betroffene mit ihr zusammen und ich las aus dem Buch die Kartierungsregeln vor und man war fast empört, weil doch alles klar wäre und dass was ich vorlas, doch selbstverständlich sei.

Als ich danach aber Kartierungen mit den Fehlern auf den Tisch legte und darüber offen sprach, war Schweigen angesagt. Ich bat, dass wir zusammen den Fehler in der Kartierung (vor allem dem Oberschenkel) suchen, aber das wurde abgelehnt. Nach dieser Zusammenkunft sprach Dora Maier nie wieder mit mir. Mails werden einfach ignoriert.

Das alles ist zwar schade, aber ich habe mich dadurch nicht entmutigen lassen und ein kleiner Kreis von Kartierern arbeitete weiter intensiv an der richtigen Kartierung.
Yvonne besuchte am 22.2.2019 Dr. St. Amand. Er wies sie in die Kartierung ein und er war fasziniert, dass sie alle Schwellungen an den Sehnen/Bänder/Muskeln sofort richtig fasste. Er meinte, dass manche Ärzte eine Woche dazu bräuchten, um überhaupt etwas zu fühlen. Wir hatten unsere "Hausaufgaben" richtig gemacht.

Nur der Druck bei der Kartierung war noch nicht perfekt. Den MUSS man wirklich einmal an sich selbst gespürt haben. Ihr wurde es von Dr. St. Amand gezeigt und mit dem Wissen kam Yvonne von Dr. St. Amand zurück und einige Tage später saß unser Kreis von Kartieren zusammen und wir haben geübt und seit diesem Tag sehen die Kartierungen in unserer Gruppe (fast) genauso aus wie die von Dr. St. Amand.

Der Druck bei der Kartierung war für uns alle der Durchbruch und gab uns endlich die Sicherheit in der Kartierung, die wir brauchten.

Ich machte mir die Mühe und hielt die Kartierungsregeln schriftlich fest und hoffte, dass andere Kartierer davon profitieren können und ihre Fehler analysieren würden um sie dann abzustellen.

Über das Forum welches ich von 2011 bis 2017 betrieb, konnte ich durch Aufklärung viel erreichen und manche Fehler wurden abgestellt und manche Mythen verschwanden endlich.

Daher gehe ich jetzt wieder in die Öffentlichkeit und hoffe, dass sich etwas ändert.
Auch können sich so die Betroffenen intensiv mit der Therapie auseinandersetzen und ihre eigenen Entscheidungen treffen.

Gibt es eine Alternative?

Die gibt es in dem Fall wirklich. Fangt mit der Therapie an und merkt euch eure Erstverschlechterung/Symptomverschlechterung. Das könnte eure Dosis sein. Wenn ihr einen Therapeuten habt den ihr vertrauen könnt, dann kauft die DVD von Dr. St. Amand
https://www.guaifenesinshop.de/epages/78709864.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/78709864/Products/300

und druckt euch den Begleittext dazu aus.


Der Text wurde nur farblich verändert und Dinge auf dies es ankommt im Text vergrößert. Druckt ihn euch am besten so aus.
Die Therapeuten werden den Oberschenkel ohne Anweisung nicht greifen könne. Ihr seht ja, wieviel Probleme die Kartierer damit haben.

ABER wir wissen, dass sich erst der Oberschenkel reinigt und danach (also später) die anderen Körperteile. Und wenn die Therapeuten fühlen, dass sich die geschwollenen/verhärteten Sehnen/Bänder/Muskeln (die ich gelb gekennzeichnet habe oder im Text größer schrieb) verkleinern bzw. weicher werden, sich teilen oder ganz verschwinden, wird das eure Dosis sein.

Hast du deine Dosis, ist es normal dass du an vielen Stellen zyklierst. Das kann am Anfang heftig sein, aber dann werden die Zyklen weniger und es kommen immer öfter bessere Stunden und dann bessere Tage dazu. Später spürst du die Ausschwemmung mal hier und mal dort und viele Betroffene sind irgendwann schmerzfrei.

Führe unbedingt ein ausführliches Schmerz-/Symptomtagebuch!
Wenn dir das zu anstrengend ist, dann nutze wenigstens dieses kleine Schmerztagebuch.

Solltet ihr Fragen zu diesem Thema haben, könnt ihr mich gern kontaktieren.