Dosis/Dosierung/ Dosiserhöhung

Dosierung und Dosisfindung bei Langzeitguaifenesin (MC-Guaifenesin)

Hier findest du für die Dosierung den Behandlungsplan von Dr. St. Amand. Wir beginnen mit 2 mal 300 mg MC-Guaifenesin.....

2018 überarbeitet ich die Dosierung noch einmal, d.h. aber nicht das die alte aus dem Jahr 2017 falsch ist.
Dr. St. Amand ist diesbezüglich sehr flexibel. Man kann sich also gern das raus suchen, was für einen besser ist.

Dosierung - Zahlen und Fakten von Dr. St. Amand

Die Betroffenen beginnen mit 2 mal 300 mg MC-Guaifenesin. Diese geringe Menge reicht jedoch nur für ca. 20 % der Betroffenen aus. Bei zweimal täglich 600 mg (1.200 mg) erhalten wir eine Umkehrungsrate von ca. 80%.
Bei 1800 mg pro Tag erhalten wir eine Umkehrungsrate von ca. 90%."
Ab 2.400 mg ist man Hochdosierer und nur 5 % nehmen mehr als 2.400 mg Guaifenesin.

Dr. St. Amand verabreicht also sehr geringe Dosen von Guaifenesin. Bei dem ursprünglich vorgesehen Einsatzgebiet des Guaifenesins, also zur Schleimlösung und Schleimausscheidung werden 2.400 mg pro Tag verschrieben.
Den Betroffenen rate ich, dass Buch intensiv und immer wieder zu lesen, bei der Dosisfindung den klaren Menschenverstand einzusetzen,
genau auf seinen Körper zu achten und ein ausführliches Symptomtagebuch zu führen. So findet man gut seine Dosis.

Hier findest du eine Darstellung der Dosen von Dr. St. Amand. Ihr könnt es in der  englischen Fassung ( Buch "Fibromyalgia" Seite 170) gern nachlesen.

Dosisfindung, Hoch-und Niedrigdosierer


Gilt für Betroffene die keine Möglichkeit haben sich kartieren zu lassen:

Zu Beginn der Dosisfindung ändert man die Dosis nach Behandlungsplan langsam nach oben, bis eine Symptomverschlechterung eintritt, die zu ertragen ist. Ist die Symptomverschlechterung zu stark, geht man wieder auf die vorhergehende (alte) Dosis zurück, die man erträgt.

So hat man (wenn man nicht kartiert ist) vorerst seine Dosis erreicht. Nun bleiben wir bei der Dosis, auch wenn wir zyklieren (heftige Schübe haben) und AUCH wenn wir gute Zeiten haben!

Die Betroffenen wechseln gern mal ihre Dosis, je nachdem wie es ihnen geht, mal nach oben, mal nach unten. So findet man aber nur schwer seine individuelle Dosis und kommt dadurch mit der Therapie oft nicht voran.              

Große Unterschiede gibt es bei der Ausschwemmung bei Hoch- und Niedrigdosierern.                                 

Während die Niedrigdosierer sich schnell und intensiv mit fast unablässigen Attacken reinigen, haben es die Hochdosierer bedeutend schwerer. Sie reinigen leider viel langsamer und die Symptome gehen dadurch ebenfalls nur langsam weg.  Wir sollten unbedingt versuchen, unsere Situation positiv zu sehen, denn JEDER Schub bringt uns der Gesundheit näher!
Führt ein Symptomtagebuch und haltet eure positiven Verläufe fest.
Haltet euch vor Augen, was sich positiv verändert hat und nicht, was immer noch da ist. Das ist kontraproduktiv und wenig förderlich. Lasst die Zeit vergehen, die es benötigt, um gesund zu werden, auch wenn es schwer fällt - macht das Beste aus eurer Situation. Akzeptiert, dass ihr krank seid aber habt Gewissheit, dass Guaifenesin seine Arbeit macht und eine Beschwerdefreiheit wirklich möglich ist! Wertschätzt das, was ihr habt und schaut nicht auf das, was nicht da ist.

Zu starke Zyklen?

Viele Betroffene haben ihre Dosis, aber es kommt immer mal wieder zu starken Zyklen während der Therapie. Wir schrieben Dr. St. Amand diesbezüglich an und er antwortet wie folgt: "Wir sagen den Patienten immer sie sollen solange durchhalten, wie es irgend geht. Erst wenn es gar nicht mehr geht, dann sollten sie für 7-10 Tage mit Guaifenesin aufhören. Normalerweise lassen die Schmerzen innerhalb von 3 Tagen nach. Nach einer kurzen Pause beginnen wir dann wieder mit der vollen wirksamen Dosis. Patienten können diese Pausen regelmäßig machen und zwar immer, wenn sie es gar nicht mehr aushalten können. Ich vermeide es Schmerzmittel zu verschreiben weil die Gefahr des Rückfalls in die Abhängigkeit bei den meisten zu groß ist."

Hinweis: Wir Betroffenen haben dies schon ausprobiert und stellten fest, dass es uns sehr schlecht geht, wenn wir das Guai weg lassen. Bessere Erfahrung haben wir gemacht, wenn wir für 7-10 Tag die Dosis um 300 mg oder 600 mg für....7-10 Tage gesenkt haben. Probiert es einfach für euch aus.

Niedrigdosierer


Es gibt Betroffene die mit ganz niedrigen Dosen beginnen, weil sie sehr stark auf Guaifenesin reagieren
Leider kam keiner von diesen in der Kartierung voran. Dr. St. Amand hat in seiner ganzen Behandlungszeit bei tausenden Patienten nur zwei Betroffene die mit 2 mal 150 mg Langzeitguaifenesin ausschwemmen. Wir raten den Niedrigdosierern, sich unbedingt regelmäßig kartieren zu lassen und mit ihrer Dosis unbedingt höher zu gehen. Ansonsten verschenkt man wertvolle Zeit.
Ziel sollte es erst einmal 2 mal 300 mg MC-Guai sein. Aus der Erfahrung heraus nehmen heute die Niedrigdosierer normale Dosen zwischen 1.200 bis 3.000 mg MC-Guai und kommen gut damit klar. Einige Betroffene Niedrigdosierer berichteten, dass sie das Guaifensin besser vertrugen, als sie die Diät ganz streng einhielten.
Gleichzeitig sprachen sie darüber, dass es die Angst vor Schmerzen war, die sie hinderte die Dosis zu erhöhen. Es geht Betroffenen bei 30 mg Erhöhung schlecht, aber bei 300 mg MC-Guai nicht schlechter. Andere Niedrigdosierer berichteten, dass sie Histamine nicht vertrugen.
Durch eine strenge histaminfreie und kohlenhydratarme Ernährung konnten sie Verbesserung erfahren!
Manche Fibromyalgiepatienten reagieren oft nicht so stark auf die Histamine, sondern auf die Liberatoren der Nahrungsmittel. Beobachtet euch genau und schaut, auf welche Lebensmittel ihr reagiert und diese meidet.
Bei derartigen Problemen könnt ihr euch gern an uns wenden.

Anbei die Tabelle über Lebensmittel-Verträglichkeitsliste "Histamin"
Quelle: https://www.histaminintoleranz.ch/de/einleitung.html    und
https://www.mastzellaktivierung.info/de/e...ssung.html

Dosierung kinesiologisch testen?

Immer wieder hören wir, dass Ärzte und Heilpraktiker die Höhe der Dosierung von Guaifenesin kinesiologisch testen.

Wir können davor nur warnen und raten davon ab! Man MUSS sich IMMER nach dem Behandlungsplan von Dr. Amand richten !!! Lest auf Seite 148 im Amand-Buch:
"Wir ERMAHNEN sie, systematisch vorzugehen und ihre Dosierung für die festgelegte Zeit beizubehalten, auch wenn sie glauben, dass dies nicht ihre richtige Dosierung ist.
Wenn sie unseren Behandlungsplan genau befolgen, wird es für sie und ihren medizinischen Berater leichter.
Wir können das nicht oft genug betonen. Glauben sie uns: Es ist viel schwerer, eine Mindestdosis herauszufinden, wenn sie zu Beginn beim Festlegen ihrer Grunddosis nicht systematisch vorgehen. Auch wenn es verlockend ist, die Dosis zu erhöhen oder senken, je nachdem wie sie sich fühlen - oder meinen fühlen zu müssen - tun sie es nicht !!!
Ansonsten werden sie nur sich selbst und alle, die ihnen helfen wollten, erfolgreich verwirren.
Sie werden bald lernen, dass sie meist nicht bessere Entscheidungen als Fachleute und anderer erfahrenen Personen treffen, insbesondere dann nicht, wenn sie Tricks anwenden......
Viele im medizinische Bereich tätigen Leute werden sie mit Ratschlägen dreist überfallen...." Richtungsweiser ist die Kartierung, ABER auch hier gilt: "Gebrauche die Kartierung als ein Hilfsmittel.

Wenn du zyklierst und dich besser fühlst, ist das das Ziel"

Hilfe (!) ich komme mit meiner Dosis nicht klar

Immer wieder bekomme ich Anrufe von Betroffenen, die darüber klagen, mit ihrer aktuellen Dosis nicht klar zu kommen. Leider bin ich dafür der falsche Ansprechpartner und kann in solchen Fällen nicht weiter helfen.
Erinnert euch, dass 80% der Patienten bei 600 mg 2x täglich ausschwemmen, bei 1800 mg täglich sind es 91%. Es gibt Einzelfälle (!), die auch mal eine höhere Dosis zur Ausschwemmung benötigen.
Geht man zu hoch, riskiert man, dass das sich Cytochromsystem aktiviert oder die Betroffenen schwemmen so hart aus, dass sie es nicht aushalten können.

Hochdosierer

Auf meinen Seiten konntet ihr immer wieder lesen, dass man ab 2.400 mg ein Hochdosierer ist. Yvonne fragte am 22.02.2019 Dr. St. Amand in seine Praxis wegen der hohen Dosen.
Bei Dr. St. Amand fangen hohe Dosen wirklich bei 2.400 mg an !!!

Er machte noch einmal eindringlich darauf aufmerksam, dass man bei Dosen die über
2.400 mg liegen und weiter mit Langzeiguaifenesin erhöht wird, das Cytochrom aktiviert werden kann.

Das ist auch der Grund, warum Dr. St. Amand spätestens ab 2.400 mg MC-Guaifenesin das Pulver dazu gibt.
Wer meint davon betroffen zu sein, sollte mindestens 1 Monat (manchmal auch länger) pausieren und mit einer niedrigen Dosis wieder anfangen. Anhand der Kartierung kann man die Fortschritte sehen.
Mehr zu dem Thema Cytochromsystem könnt ihr unter Allgemeine Informationen lesen https://www.guaifenesintherapie.de/allgemeine-informationen/

Gretchen Parker aus der Guaigroup ist  Hochdosierer und schreibt:

Ich habe ja bereits öfter darauf hingewiesen, dass Hochdosierer eine Herausforderung sind. Gretchen Parker (Patientin von Dr. St. Amand) ist eine der wenigen deren Dosis 4.000 mg beträgt. Sie schrieb am 27.März in der Guaigroup ihren 20jährigen Bericht und darin steht unter anderem "Der Weg zur Heilung war manchmal etwas steinig. Ich habe Fehler gemacht und war blockiert und versuchte Dinge danach richtig zu machen. Es dauerte ein Jahr, bevor ich meine Dosis fand. Es hat so lange gedauert, weil ich ein Hochosierer bin und die meiste Zeit keine Schmerzen hatte und die Zyklen meist nicht spürte. Das machte es schwer, die richtige Dosis zu finden. Meine Karte ist nicht vollständig klar und wird es wahrscheinlich nie sein, ABER mir ging es immer besser..."

"Die Hochdosierer sind in der Tat eine Herausforderung, aber zum Glück habe ich ganz wenige davon"
schrieb Dr. St. Amand.
Hochdosierer schwemmen ganz langsam aus und spüren kaum etwas. Als in der Guaiogroup letztens eine Hochdosiererin war und eine Patientin von Dr. St. Amand, schrieb ich diese an und sie antwortete mir wie folgt: ".....Ich bin einer von denen, die keine bestimmten Zyklen haben und selten etwas spürten, als Dr. St. Amand meine Dosis erhöhte. Ein paar Mal, am dritten Tag der Dosiserhöhung, hatte ich das Gefühl, ich hätte die Grippe ohne Fieber. Diese Schmerzen verschwanden nach 2-3 Tagen. Die Erhöhungen wurden über mehrere Jahre hinweg langsam durchgeführt, wobei mehrere Jahre vergangen sind, ohne dass es zeitweise zu einer Erhöhung kam. Dr. St Amand hat meine Dosis im Laufe der Zeit anhand von Hinweisen aus meinen Karten angepasst. Nach vier und fünf Monaten des Protokolls begann ich mit dem Radfahren - Müdigkeit, also ging ich zur HG-Diät, um zu sehen, ob dies einen Unterschied machen würde, und war sehr überrascht zu erfahren, dass ich sehr kohlenhydratunverträglich bin und die Diät brauche. Ich ermutige jeden mit FMS, die HG-Diät von Dr. St A zu nehmen, um zu sehen, ob es einen Unterschied macht. Es kann insbesondere bei Dingen wie Gehirnnebel, Müdigkeit und Reizdarm helfen....."

Schmerztagebuch - kurz und aussagekräftig

In der amerikanischen Guaigroup las ich, wie man recht einfach ein Schmerztagebuch führen kann und die Idee gefällt mir so gut, dass ich sie hier an euch weiter reiche. Die Betroffene schrieb alles in ihren Computer. Sie führte jeden Tag ein Tagebuch und entschied sich von Anfang an, die wechselhaften Tage in schwarzer Schrift zu schreiben, die guten Tage in Blau und die schlechten Tage in Rot. Die ersten paar Monate waren schwarz und rot geschrieben, aber später gab es ein "blaues Tagebuch". So können Betroffene durch einen einfachen Farbwechsel ihre Fortschritte erkennen.

Hinweis: Die Homepage dient der Information von Dr. R. Paul St. Amand entwickelten Guaifenesintherapie. Insofern dient dieser Internetauftritt lediglich der persönlichen Information und kann in kei­nem Fall die pro­fes­sio­nel­le Be­ra­tung und Be­hand­lung durch einen Arzt oder Apo­the­ker er­set­zen. Für die Rich­tig­keit der An­ga­ben zur Wir­kungs­wei­se der Me­di­ka­men­te oder der Guaifenesinthe­ra­pi­e wird keine Ga­ran­tie übernommen.