Warum komme ich mit der Therapie nicht voran
Salicylate, Cytochromsystem, Kurzzeitguai u.a.

Du kommst nicht voran?

19.Oktober 2019

Aus aktuellem Anlass möchte ich an dieser Stelle etwas über die Gründe schreiben, warum es bei dem einen oder anderen nicht zum Fortschritt kommt.
Ich stelle in letzter Zeit mit Entsetzen fest, dass man mittlerweile immer häufiger auf das Pulver zurück greift, was ich nicht verstehen kann. Das entspricht überhaupt nicht dem Behandlungsplan von Dr. St. Amand! Ebenso verstehe ich nicht die hohen Dosen der Betroffenen.
Vielleicht helfen diese Informationen die Zusammenhänge besser zu verstehen und eigene Entscheidungen zu treffen.

Um in der Therapie voran zu kommen, benötigen 80% der Betroffene die Diät, aber darauf gehe ich in diesen Beitrag nicht ein.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Betroffene in der Therapie nicht voran kommen.

1. Blockaden durch Salicylate

Dr. St. Amand und sein Team beobachten, dass 90 % der Betroffenen durch Salicylate blockiert sind. Daher schaut man als erstes nach den Salicylaten, wenn man nicht voran kommt bzw. der Oberschenkel sich nicht reinigt
Informationen findest du dazu unter folgendem Link auf meiner Homepage
. https://www.guaifenesintherapie.de/salicylate/


2. Kartierungsfehler

Ich sehe hin und wieder Kartierungen, in denen sich der Rücken oder andere Körperteile bereits gereinigt haben und der Oberschenkel noch nicht frei ist. Das ist nicht möglich!
Dr. St. Amand hat keinen Betroffenen gesehen, dessen Kartierung sich verbesserte, wenn der Oberschenkel noch nicht frei ist.

Warum wurde dies gefühlt? Dr. St. Amand schrieb dazu: "Dinge wie altes Narbengewebe und Lipome fühlen sich ähnlich wie Fibromyalgie - Einlagerungen an."

Wer kartiert und die Bubbelchen am Oberschenkel noch nicht richtig/perfekt spürt, fühlt auf alle Fälle die Bubbelchen hinten am Rücken genau. Werden die Bubbelchen am Rücken weniger, ist es eine Bestätigung, dass der Oberschenkel frei sein muss!

Schauen wir uns mal zwei Kartierungen an.

Zuerst betrachten wir Beispiel 1 und zwar nur den Rücken und die Oberschenkel, weil diese eine sehr hohe Aussagekraft besitzen und man könnte fast sagen, irgendwie (?)"zusammen arbeiten".
Im Beispiel 1 sind beide Muskeln (Rectus Femoris und Vastu Lateralis) an beiden Oberschenkel betroffen und der Rücken weist Stellen/Bündel auf. Das ist richtig. Der Rectus Femoris am rechten Oberschenkel hat 4-7 Bubbel und der Vastus Lateralis hat in der Regel 1-2 Stellen (es können auch mal 3 sein). Das ist in dem Fall korrekt.

Betrachten wir nun das Beispiel 2. Der betroffenen Person riet man die Dosis zu erhöhen, weil man der Meinung war, dass der Oberschenkel noch nicht frei ist. Dies ist falsch. Die Kartierung weist 2 Fehler auf.

In dem Fall ist der Vastus Lateralis bereits frei und der Rectus Femoris nicht. Das ist nicht möglich.
Beide Muskeln des linken Oberschenkels schwemmen zeitgleich aus.
Außerdem ist es nicht möglich, dass der Rücken bereits weniger Bubbel hat, also sich reinigte und der Oberschenkel noch nicht frei ist. Der Oberschenkel muss in solchen Fällen in der Regel frei sein.
Eine Dosiserhöhung wäre in dem Fall nicht notwendig, es sei denn der Betroffene verträgt eine höhere Dosis und schwemmt dadurch schneller aus.

Es ist also möglich, dass dein Oberschenkel schon lange frei ist, du aber immer weiter erhöhen sollst, was nicht erforderlich wäre.

Es gibt auch KEINE halb freien Oberschenkel, wie man hin und wieder sieht/hört/liest.

Wenn eine Oberschenkel-Verhärtung mit der richtigen Dosis verschwindet, verschwinden sie alle.
Es ist ein Alles oder - nicht - Gesetz.

Wer Unterschiede bei den Oberschenkelkartierungen feststellt/spürt, sollte seinen Druck bei der Kartierung überprüfen und auf seine Finger achten. Dr. St. Amand vermutet, dass die Kartierer ihre Fingerkuppen benutzen und reindrücken und fühlen dann die normalen Fettpolster die jeder in seinem Oberschenkel hat.

Ich selbst kenne das Problem. Mir wurde einmal gesagt, dass 3 Bubbel am linken Rectus Femoris weg wären, aber der 4.und 5. nicht und  Dr. St. Amand dies nicht durchgehen lassen würde. Ich sollte erhöhen. Heute weiß ich, dass dies in dieser Art überhaupt nicht möglich war. Entweder verschwinden alle Bubbel auf beiden Muskeln bei der richtigen Dosis oder keiner. Bei mir war es so, dass die 2 angeblichen Bubbel in der Guaipause innerhalb weniger Stunden völlig verschwanden und nach der Wiedereinnahme von Guai langsam wieder kamen. Diese 2 Bubelchen lagen auch nicht wirklich auf dem Recktus Femoris, sondern leicht daneben. Damals war meine Dosis 4.800 mg und ich sollte erhöhen. Nach einer Pause und einem Neubeginn nehme ich heute 2.900 mg Guaifenesin und mein Oberschenkel ist frei.

Das sind Dinge die man als Kartierer wissen bzw. lernen muss. So können Überdosierungen vermieden werden.
Oft kommt die Frage auf, ob alle
geschwollenen, verhärteten Bereiche verschwunden sein müssen, bevor es einem besser geht.

Nein, das müssen sie nicht. Ich habe noch keine Kartierung von Dr. St. Amand gesehen, die frei von allen Bubbeln war.

Dr. Melissa Congdon schrieb dazu: " In den meisten Fällen, NEIN. Man kann an mir noch immer Schwellungen sehen, aber ich fühle mich so viel besser: viel weniger Kopfschmerzen, viel mehr Energie, also nein, Sie müssen noch nicht eine völlige Umkehr, so wie wir das nennen, erfahren haben. "
Willst du mehr über Dr. Melissa Congson erfahren, dass schau unter folgendem Link
https://www.guaifenesintherapie.de/betroffene-berichten/

Fassen wir die wichtigsten "Amandschen Kartierungsgesetze" kurz zusammen:

Erstens: Die beiden Muskeln des linken Oberschenkels, der Vastus Laterlais und der Rectus Femoris müssen IMMER betroffen sein, wenn der Betroffene Fibromyalgie hat.

Zweitens: Der rechte Oberschenkel kann betroffen sein und würde zeitgleich mit dem linken Oberschenkel bei richtiger Dosis ausschwemmen.
Dr. St. Amand schrieb dazu: "Alle Oberschenkel reinigen sich mit der gleichen Geschwindigkeit. Sie sollten alle nach drei Wochen gereinigt sein, wenn der Patient sorgfältig ist und die Dosierung korrekt ist."

Drittens: Zuerst schwemmt IMMER der linke Oberschenkel aus (oder beide Oberschenkel wenn sie betroffen sind). Es kann also keine Verbesserungen in der Körperkarte geben, wenn der/die Oberschenkel noch nicht vollständig gereinigt sind.

Viertens: Du bekommst keine "Rückeinlagerung" im Oberschenkel, außer wenn Du für eine lange Zeit (ca. 3-4 Monate) blockiert warst. Wenn dein Oberschenkel frei ist, bleibt er frei!
Bei Erhöhungen kann der Oberschenkel also nicht wieder einlagern!

Man wird kein Zurückkommen der Beulen sehen, es sei denn, dass etwas falsch ist und dann muss es für eine lange Zeit falsch sein oder man hörte mit Guaifenesin auf.

Fünftens: Man sollte nie vorschnell erhöhen. Jede Dosiserhöhung muss für dich tolerierbar (zu ertragen) sein! Keiner sollte im Bett liegen vor Schmerzen.

Wie die Betroffenen später weiter ausschwemmen, kann Dr. St. Amand nicht genau sagen. Er schrieb mir dazu folgendes: "Die Oberschenkel sind hauptsächlich Muskeln und haben eine gute Durchblutung: sie reinigen sich einfach. Der Rücken ist eine Kombination aus Sehnen, Bändern und einigen Muskeln. Die ersten beiden haben eine schlechte Blutversorgung und nehmen Medikamente nur schwer auf. Ich kann auch nicht genau vorhersehen, in welcher Reihenfolge sie sich reinigen werden, aber die frühesten (tiefsten) Ablagerungen sind normalerweise die letzten die gereinigt werden, z.B. Ellbogen, Hüfte, Sehnen, Nacken etc."

Meines Erachtens sollte ein Kartierer bevor er Betroffene kartiert intellektuell in der Lage sein die Information erfolgreich zu verarbeiten. Ohne Wissen über die Guaifenesintherapie und deren Zusammenhänge ist meines Erachtens keiner dazu in der Lage. Diese Wahrnehmungen der Schwellungen und Verhärtungen der Fibromyalgie muss mit sachkundigem Verstand interpretiert werden, da sich darauf die Einnahme der Guaifenesindosis aufbaut.

Wer hat dieses Wissen?

Leider stelle ich fest, dass das Wissen welches Betroffene mit Hilfe vieler Fragen bei Dr. St. Amand und der Guaigroup erarbeitet haben, kaum noch Beachtung findet und manchmal völlig ignoriert wird.
Es liegt in einem Ordner irgendwo im Nirgendwo, der nicht mehr gelesen wird?

Denkt immer daran: Kartierung ist ein Hilfsmittel. Wie du dich fühlst ist wichtig!

3. Farbstoffe lila grün blau

Farbstoffe in Tabletten, Kosmetikprodukten, Getränken, sowie Farbstoffe (kleine Kügelchen) im Waschpulver und Weichspüler können zu einer mangelnden Energieproduktion führen und du kommst nicht voran.
Mehr Informationen findest du unter folgendem Link auf meiner Homepage (ganz unten) https://www.guaifenesintherapie.de/kartierung/

4. Cytochromsystem

In den letzten Monaten ist das Cytochromsystem ein "Zauberwort" für alle Probleme bei einigen Kartierern geworden.

Aus diesem Grunde stelle ich meine gesammelten Informationen über das Cytochromsystem und noch einen ganz alten Beitrag, der bereits Jahre im Forum, dieser Homepage und auf der ganz alten Homepage von Dr. St. Amand "schlummerte", auf diese Seite.

Was entnehmen wir aus dem Beitrag für uns?

"Cytochrome verhindern die Wirkung von Guai für uns nicht. Bei keinem hat Guai aufgehört zu wirken, es sei denn, er war blockiert. Bei einigen Patienten ist der Fortschritt aber verlangsamt." In manchen Fällen kann es zu Wiedereinlagerungen kommen.

Betrachten wir die Zusammensetzung von unserem MC-Guaifenesin, also dem Guaifenesin mit verzögerter Freisetzung. Es besteht aus einer Kapsel, einer bestimmten Cellulose und Guaifenesin.
Cellulose ist wie Heu und ist nicht verdaulich für den Menschen. Wenn diese Mischung in den Körper wandert, wird das Guaifenesin langsam von der Cellulose abgestreift und genau das führt zur Langzeitwirkung.

Nach 2 Stunden werden ca. 40%, nach 4 Stunden 60%, nach 6 Stunden 75% und nach 8 Stunden ca. 83 % des Wirkstoffes Guaifenesins abgegeben.

Die Aktivierung des Cytochromsystems findet in der Leber und Teilen des Darmes statt, aber bereits im Magen und in Teilen des Darmtrakts wird Guaifenesin abgestreift und es kommt zu einer Wirkung.

Der Patient bekommt durch die Aktivierung des Cytochromsystems weniger lange Wirkung als seine Dosis. Im Grunde genommen ist es eine Art Dosissenkung.

Wie umgeht Dr. St. Amand das Cytochromsystem?
Dr. St. Amand schrieb: "Alle Medikamente sind fremde Substanzen. Wenn das Cytochrom stark ansteigt, zerstört es einen Teil des Langzeit-Guaifenesins während es durch den Darm wandert.

Wir umgehen das, indem wir Kurzzeit Guai zusätzlich geben. Das Kurzzeit Guai ist in 30-40 Minuten schnell aufgenommen und vermeidet dadurch den langen Weg durch den Darm. Damit verhindert es viel von der Cytochrom-Aktivität.

Aber, das Kurzzeit Guai wirkt nur 4 bis 5 Stunden. Deshalb geben wir weiterhin eine gewisse Dosis Langzeit - Guai und geben einfach 400 mg oder 800 mg Kurzzeit - Guai 2-4 x täglich dazu, eben die Menge die nötig ist, um die Schenkel zu reinigen.

Manche Patienten müssen also 1200 mg Langzeit Guai 2x täglich nehmen und noch 400 mg oder 800 mg Kurzzeit Guai dazu. Wenn das nicht wirkt, geben wir eine weitere Dosis mittags dazu und viele nehmen noch etwas nachts, wenn sie sowieso zur Toilette müssen."

Dr. St. Amand wusste lange Zeit nicht, dass das Cytochromsystem vom Langzeitguai aktiviert werden konnte. Daher gab er früher den Betroffenen hohe Dosen Langzeitguai um den Oberschenkel zu reinigen.
Dr. St. Amand schrieb einmal, dass er eine Betroffene hatte, die eine sehr hohe Dosis einnahm.

Sie nimmt heute 1200 mg Langzeitguai und 800 mg Kurzzeitguai 2 x täglich (insges. 2800 mg).

Frage: Arbeiten sie in dem Fall nur mit Kurzzeitguaifenesin?

Dr. St. Amand: "Nein! Ich greife nur dann zu Kurzzeitwirkung, wenn Patienten zu langsam auf die Langzeitwirkung reagieren, aber ich habe immer Langzeit-Guaifenesin als Grundbestandteil."

Frage: Kann das Cytochromsystem durch das Guaifenesin aktiviert werden oder nur durch andere Medikamente?

Dr. St. Amand: Bei den meisten Leuten wird das Cytochromesystem nicht aktiviert, nur weil sie Guai nehmen, aber es passiert manchmal. Nur vereinzelt habe ich festgestellt, dass eine hohe Dosis Guai dazu geführt hat. (Hinweis: hohe Dosen fangen bei Dr. St. Amand bei 2.400 mg an) Das passiert meistens mit anderen Medikamenten und Pflanzen.

Frage: Tauschen sie das Langzeitguaifenesin mit Kurzzeitguaifenesin aus?

Dr. St. Amand: "Nein, wenn ich keine anderen Medikamente oder Ergänzungsmittel finde, die genommen wurden, dann stoppe ich manchmal die Guai Einnahme, warte einen Monat, manchmal auch zwei bis drei Monate und beginne dann die Guai-Einnahme mit einer viel geringeren Dosis.

Das Cytochrom kann Wochen dauern, um sich zu beruhigen. Ich beobachte dann den Patienten durch monatliches Kartieren, um festzustellen, was die neue Dosis sein muss."

Hinweis zur Dosierung: Damit unser Cytochromsystem nicht aktiviert wird, erhöhen wir nur aller 4 Wochen um 600 mg MC-Guaifenesin. Aus diesem Grunde gibt Dr. St. Amand auch ab 1.800 mg Langzeitguai oder aber bei Betroffenen die stark auf das Guaifenesin reagieren ab 2.400 mg Kurzzeitguaifenesin dazu.

Informationen über die Dosierung findest du hier im Dosierungsplan.

Ob ein Medikament durch das Cytochromsystem aktiviert wird oder nicht, könnt ihr beim Arzt oder in der Apotheke erfragen oder aber googeln. Es gibt wunderbare Tabellen und Informationen darüber

Fassen wir also nochmal kurz zusammen:

Dr. St. Amand "Es gibt einige seltene Patienten, die noch mehr von entweder Lang- oder Kurzzeitguai oder beides benötigen. Die meisten davon haben einen Anstieg ihres intestinalen Cytochromsystems ausgelöst (Name: Cytochrom P-450 3A4). Dieses Protein zerstört Toxine (einige eingenommene Medikamente) und der Patient bekommt weniger lange Wirkung als wir verschreiben. Langes "Handeln" dauert zwölf Stunden im Darm, bevor es absorbiert wird und somit länger dem Cytochrom ausgesetzt ist. Kurzes "Handeln" wird schnell absorbiert und umgeht diese Zerstörung."

Ihr seht mit dem Cytochromsystem ist es etwas schwierig und kompliziert.
Anhand dieses Beitrags wisst ihr, wie Dr. St. Amand in solchen Fällen denkt und arbeitet.

Vielleicht findet der eine oder andere durch diese Informationen den Weg zu seiner Dosis.

Das MC-Guaifenesin ist für uns ALLE ein Gewinn. Es führen mehrere Wege zu einer gleichen verzögerten Freisetzung. Wir haben uns für den Hilfsstoff Cellulose entschieden.

In einem unabhängigem Labor haben wir beide Guaifenesinssorten überprüft, also das Guaifenesin, welches Dr. St. Amand seinen Patienten in Los Angeles gibt und unser MC-Guaifenesin und beide Sorten haben im Labor die gleiche verzögerte Freisetzung.

Wichtig sind die Pausen, von denen Dr. St. Amand schreibt. Meist einen Monat, aber in manchen Fällen auch mal zwei bis drei Monate. Er tauscht nicht Langzeitguai einfach gegen Kurzzeitguai aus!
Der Körper muss zur Ruhe kommen und das ist wirklich sehr wichtig. So hat man gute Voraussetzungen neu und mit einer niedrigen Dosis zu starten.

Claudia Marek schrieb in den letzen Tagen auf facebook, dass die Betroffenen verschieden auf Guai-Pausen reagieren. Manche spüren nichts und andere haben heftige Schmerzen.

Ich habe beobachtet bzw. am eigenen Körper erfahren, dass es Betroffene gibt, die heftige Probleme in der Guaipause bekommen. Der ganze Körper schmerzt (es kann schlimmer sein als bei einer Dosiserhöhung) und man braucht lange bis der Körper sich wieder vollständig beruhigt. Die erste Woche ist meist die schlimmste und dann tourt der Körper langsam ab und es wird für die Betroffenen erträglich.

Habt davor keine Angst. Die Fibromyalgie kommt in dem Fall nicht zurück. Erinnert euch, dass man erst nach 3 bis 4 Monaten wieder einlagert.

5. Betroffene nutzen nur Kurzzeitguaifenesin

Lassen wir zu diesem Thema einfach Dr. St. Amand "sprechen":

"Ich habe stets Versagerfälle gehabt, wenn ich Kurzzeit-Produkte (einschließlich GuaiAid) eingesetzt habe, und zwar unabhängig davon, wer sie hergestellt hat. Das schließt auch Produkte ein, die für Marina del Ray Pharmacy hergestellt wurden.
Deshalb fange ich bei allen meinen Patienten mit dem Langzeit-Guaifenesin an. Es wirkt gleichmäßig über 12 Stunden hinweg. Ich wiederhole noch einmal: Zweimal 600 mg täglich reichen aus, um in 80% meiner Patienten den Umkehrprozess anzustoßen. Wenn mehr benötigt wird, erhöhe ich auf 1.800 mg pro Tag (dies ist auch mein Bedarf.) Wenn auch das nicht ausreicht, um bei dem Patienten Verbesserungen zu erzielen, ziehe ich eine Erhöhung auf 2400 mg in Betracht. Oder aber, was oft vorkommt, ich füge zu den 1800 mg Langzeit-Guaifenesin 400 mg Kurzzeit-Guaifenesin hinzu, erst zweimal täglich, später dreimal täglich, oder sogar viermal täglich (letzteres gewöhnlich bei älteren Personen mit nächtlichem Harndrang).

Selbst mit den höheren Dosen (Kurzzeitguai) haben wir Versagerfälle gehabt. Wenn keine Blockierungen zu finden sind, erhöhen wir systematisch weiter und fügen andere Medikamente hinzu - was auch immer erforderlich ist, um die Gesundheit wiederherzustellen. Manchmal greifen wir auf Probenecid oder Ribonul (Gichtmittel) zurück, die ältesten Produkte, die uns zusätzlich zur Verfügung stehen.....

Denen, von welcher Gruppe auch immer, die für sich nichts als nur den reinen Erfolg reklamieren, halte ich entgegen: 'Ihr liegt falsch.' Den Leitern, von welcher Gruppe auch immer, die Diskussionen und Beobachtungen in Bezug auf Versagerfälle nicht zulassen, sage ich ebenfalls: 'Ihr liegt falsch.'

Mein Wissen stammt aus 60 Jahren Praxiserfahrung und aus gründlichem Studium der Literatur, aber ebenso habe ich von den Hinweisen meiner Patienten und ihren persönlichen Beobachtungen gelernt ... .
Das Vorangegangene stellt meinen Standpunkt dar und diesen werde ich auch bei meiner Ehre bis zum Ende meines Berufslebens einnehmen.
Leider könnte es denen, die das Protokoll missverstehen und es abändern, am Ende sehr wohl gelingen. Claudia und ich haben nur noch eine kurze Wegstrecke vor uns und dann könnten einige Einzelpersonen und Selbsthilfegruppen das Sagen haben. Sie werden entweder dazu beitragen, dass Fibromyalgie-Patienten gerettet werden oder sie werden sie in den Misserfolg führen, wenn sie die einzigen verbliebenen Stimmen sind."

R. Paul St Amand MD

Quelle: Ausschnitt eine Beitrages von Dr. St. Amand zu finden in der Guaigroup  12.9.2018 übersetze von Esther Dorendorf

Die Informationen die ich hier veröffentliche, sind aus der Guaigroup oder wurden bei Dr. St. Amand persönlich erfragt und sind zumindest für mich verbindlich.
Ich bin froh von seinem Fachwissen und seiner Erfahrung zu profitieren.

Euch ALLES GUTE und viel Erfolg bei der Therapie.

Mit freundlichen Grüßen von Gudrun